Regenkantate

Im Weiher steht eine Wolke und Weiteres spiegelt der Weiher.

Den Wind, das Treiben, das Ziehen.

Der Wind treibt die Wolken, der Wind treibt das Wetter, das Wetter zieht Winde, und zieht auch die Wolken. Ein Tropfen löst sich aus den Wolken, entschwebt dem Ziehen, dem Wind und dem Wetter.

Fünf Tropfen nun schon aus Wind, aus Ziehen, aus Treiben. Schon auf den Weiher und schon in den Weiher.

Aus dem Wasser, dem Bassin auf dem Hügel, fließt das Wasser talwärts durch die Rinne. Die Tropfen tupfen drauf. Die Wolken öffnen sich, nun gießend, das Bassin, die Rinne gießen talwärts.

Das Wetter zieht den Sturm nun.

Der Sturm nun treibt die Wolken.

Das Gießen wird zu Güssen, bis das Bassin quillt und quillt und überquillt, und talwärts quillt und quillt und quillt die Rinne über talwärts.

In den Buchenblättern perlt es sich ein. An den Steinen klackert es ab. Eben noch verdunkelte das Wasser die Gegend. Allmählich klärt jedes Detail.

Am Ende zwei Tropfen im Weiher.

Eine Wolke im Spiegel im Stein.

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