Ein Tag in Berlin
Mittwoch war der 8. April in Berlin.
Bestimmt hat an dem Abend Jakob Dobers seine lässigen Songwriter-Lieder von der Bühne hinabgestromert, unterstützt vom Konzertveranstalter Ran Huber und am Start.
Gewiss gab es Urknalle im Getriebe bei Krawalle und Liebe von den Grether-Schwestern Kersty und Sandra im Brechthaus, denn es gaben sich die Mikros in die Hand: Frau Lehmann UND Bernd Begemann UND Sibel Schick UND Ruth Herzberg.
Hundertprozentig tanzte die Meute zum Afrobeat Femi Kutis im Heimathafen Neukölln, denn Beth war dort, dies zu bezeugen.
Definitiv postrockten Tortoise im Columbia Berlin am selben Abend, da so ziemlich alles gutgeht, wenn John McEntire UND Jeff Parker zusammen musizieren.
Leider blieb mir das alles vorenthalten am 8. April 2026. Denn mein Freund Benne und ich gingen ins Säälchen um zu hören, wie Avalon Emerson und ihre Band The Charm das live machen. Schon auf Album hatte mich der fluffige Gitarrenpop mit Johnny-Marr-Eleganz und Madchester-Beats zum Fan des Trios gemacht, zumal das ganz neue, zweite „Written Into Changes“ noch ein wenig mehr Sturm und Drang in Richtung Pop entwickelt.
Die Orakel behielten Recht. Es wurde so ein Abend. Lichtshow aus jenen Club-Nächten, zu denen die New-Yorkerin Emerson für gewöhnlich auflegt; ein Sound, der die synthetische Härte New Orders ebenso kennt wie den Einsatz des Breakbeats für den beseelten Song. Ein Trio, dessen Gitarristin Hunter Lombard gleichsam die Ehefrau der Produzentin und Sängerin Avalon Emerson ist. Und ein entzückend aufmerksames und freundliches Publikum im Säälchen des Holzmarkt 25.
Auf dass noch viele achte Aprils des Herzens kommen mögen!
Dank an Alexis Waltz von groove.de

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