Unter den Linden als Torstraße

Unterwegs im Berliner Sommerregen

„Sieh wie die Straße glänzt/ Wie sie uns spiegelt“
Funny van Dannen, Das Regenlied

Trotz internationaler Urlaubszeit: Die Stadt ist leer. Keiner wagt sich raus in den Regen. Weggespült die Leute.

Also raus in die Stadt, rein ins Hallesche Tor, durch die untere Friedrichstraße mit ihrem Gerümpel, vorbei am touristischsten Ort der Galaxie (Checkpoint Charlie), entlang der Dauerschlacht der Gehobenen Bäckerei- und Kaffeebräu-Marken (Einstein vs. Starbucks; hmm, urköstlich Lindners Rosinenbrötchen) und rechts ab an der Jägerstraße, kurz die Komische Oper vermissend, an Borchardt vorbei (ähnlich wie Checkpoint Charlie: ob’s stürmt oder schneit, hier ist’s knüppelvoll allezeit, allezeit), schön durch den Regen, der die Hitze fernhält und die Menschen länger verweilen lässt bei Kost & Logis.

Der neugemachte Gendarmenmarkt strotzt vor Grandezza-Behauptungsästhetik, überrascht also nicht. Dann wird Unter den Linden zur Torstraße mit so ein paar Nerds da draußen und die Regenschirme tänzeln.

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