Schendelplatz, 06. November 2020

Selbst verschluckt hat sich das Licht.

Düsternis wabert über den Sphären. Nein, nicht einmal so konkret benennbar: Nicht-Licht diffundiert zwischen den anderen Bestandteilen Berlin-Mittes. Den Beanies, den Vans, den Volvos, den Van Moofs, den Ziereichen, den Dackeln, den Windhunden, den Burberry-Schals.

Die M4 fährt auf der Alternativstrecke durch die Alte Schönhauser Straße.

Mit einem Klingeln kommt sie zum Halt und bleibt minutenlang stehen in Höhe Linienstraße.

Die größtenteils englischsprachigen Kinder der Berlin Metropolitan School tauchen auf wie aus dem Nichts. Waren sie in der Tram? Mädchenstimmen vor dem Stimmbruch, Jungenstimmen vor dem Stimmbruch, autoritäre Lehrer-Verzweiflung.

Es funzelt so sehr, selbst die eigentlich elegante Beleuchtung des Lala Berlin wirkt heute wie eine Neonring-Küchenlampe aus den 1970er Jahren.

Die Leute treffen sich wie sonst auch zur Mittagspause auf den Holzbänken und Betonmauern des Schendelplatzes. Sie trinken Kaffee vom Zeit für Brot und essen ein Sandwhich aus dem Banh Mi Stable.

Ab etwa 16 Uhr passiert etwas. Das Nicht-Licht wird allmählich zu Dunkelheit.

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