Libellen

Es reihen sich der Allee entlang auf: Kastanienblüten. Wer alle Farbtöne gesehen hat, findet hier immer weitere, immer plus eins. Denn immer neu, so geht‘s im Mai.

Die Straßen füllen sich schnell wieder mit Lärm. Am Himmel taucht sogar ein Flugzeug auf, Tegel im Senkflug anpeilend. Die Libellen hatten eben erst den Luftraum auserkoren. Für ihr höheres Schweben.

Nun gezwungen, nah der Erde zu existieren, streifen sie Fahrräder und Straßenbahnen, abgelegte Schachteln, Grashalme.

Veröffentlicht von Christoph Braun

Christoph Braun, geboren 1970 in Friedrichsthal/ Saar, lebt in Berlin. Er verantwortet das Musikprogramm des Festivals Theaterformen in Niedersachsen. Nach "Hacken – Leben auf dem Land in der digitalen Gegenwart" (2012, Klett-Cotta) folgt 2016 die Arbeit am Roman "Rafi, Franzi und Michi reisen durch die rosa Halde" – zweiter Teil einer Trilogie über die Zeitalter der Industrie und der Kommunikation. Einen Dramaturgie-Container zum Text bietet Brauns Blog textezurpopmusik.wordpress.com.

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